Was mache ich nur mit den Stapeln an Zeitschriften in meinem Regal? Mode, Einrichtung, Do-It-Yourself, und so weiter, die sich dort über die Zeit so ansammeln und viel zu schade sind, um einfach weggeworfen zu werden. Viele haben ganz tolle Bilder – nur leider kann ich die ja nicht sehen, wenn sie im Regal versteckt sind. Die Lösung: Lieblingsbild ausschneiden und im Bilderrahmen an die Wand hängen. Die einfachste Variante wäre natürlich, den Bilderrahmen in der gewünschten Farbe kaufen, das Bild aufkleben, fertig. Um es noch ein bisschen spannender und individueller zu machen, bin ich noch ein paar Schritte weitergegangen.

Viel zu schade, um wegzuwerfen!

Zuerst habe ich eine einfache Holzleiste mit einer kleinen Handsäge in vier Stücke gesägt und die Enden ein bisschen mit Sandpapier geglättet. Jeweils zwei Stücke müssen dabei die selbe Länge haben. Dann habe ich sie einfach mit Holzkleber zusammen geklebt – und schon hatte ich einen Rahmen. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Ecken korrekt im 90°-Winkel zusammengefügt werden, damit der Rahmen am Ende nicht schief ist. Wem das zu kompliziert ist, der kann natürlich auch einfach einen fertigen umlackierten Rahmen kaufen.

Dann geht es an die Farbe: Je nach Geschmack ist natürlich auch eine deckende Holzfarbe möglich. Ich bin jedoch zur Zeit sehr begeistert von Holzlasur: So bezeichnet man eine halbtransparente Farbe, die die Holzstruktur noch durchscheinen lässt. Ich habe mich für eine Lasur in Teak entschieden, das ist ein rötliches Braun mit dem die Farbe von originalem Teakholz nachgeahmt wird und das gut zu meinen Vintage-Möbeln passt. Es gibt aber auch noch viele andere Nuancen zu kaufen. Wichtig dabei ist jedoch, dass ihr eine wasserbasierende Lasur auswählt, damit ihr eure Pinsel danach einfach mit Wasser auswaschen könnt und nicht noch zusätzlich Pinselreiniger etc. kaufen müsst.

diy_r_t5

Bitte auf den 90°-Winkel achten

Wenn ihr euch ans Streichen macht, dann achtet unbedingt darauf, dass ihr den Untergrund mit alten Zeitungen oder ähnlichem schön abdeckt, damit nichts daneben tropft. Man hat ja in einer kleinen Miet-Wohnung meist keinen extra Werkraum, und Flecken im Wohnzimmer müssen dann doch nicht sein. Kleiner Tipp: Ich lege immer kleine Holzstücke unter die zu streichenden Objekte, damit sie beim Trocknen nicht am untergelegten Papier festkleben.

Lasur auf Wasserbasis lässt sich leichter verarbeiten

Ein gekaufter Rahmen enthält normalerweise auch ein passendes weißes Blatt als Hintergrund. Bei einem selbstgebauten Rahmen müsst ihr es noch selbst aus einem größeren Papierbogen ausschneiden. Den fertigen Rahmen lege ich dabei als Schablone auf das Papier, zeichne den äußeren Rand des Rahmens mit einem Bleistift nach. Beim Ausschneiden nehme ich an jeder Seite wieder ein paar Millimeter weg, damit ich das Papier dann einfach mit Klebeband an der Rückseite des Rahmens befestigen kann. Am besten funktioniert das mit Gewebeband – normales Packband klebt nicht so fest auf Holz. Man kann das Hintergrundpapier aber alternativ auch einfach mit Holzkleber aufkleben (dabei nur unbedingt darauf achten, dass kein Tropfen auf die sichtbare Fläche gerät).

Und nun bleibt nur noch der schwierigste Schritt: Die Entscheidung, welches Bild denn nun tatsächlich in den Rahmen soll. Oder vielleicht gleich mehrere? Der Fantasie sind dabei jedenfalls keine Grenzen gesetzt.